1991 wurde am Ort, wo früher das Landhaus „Rumbas“ stand, ein Gedenkstein für die Verteidiger des Kurland-Kessels aufgestellt. Sein Autor ist der Steinhauer Ojārs Feldbergs. An Weihnachten 1944 kam es hier zu heftigen Kämpfen zwischen den Verteidigern des Kurland-Kessels und der sowjetischen Armee. Das Landhaus „Rumbas“ und der weitläufige Park gingen 19 Mal von den Händen der einen in die der anderen. Während die Legionäre gegen eine zehnfache Übermacht kämpften, wurde es dadurch ca. 300.000 lettischen Flüchtlingen, die sich damals in Kurland aufhielten, möglich, das Land zu verlassen und auszureisen. Von den Gebäuden ist nichts mehr übriggeblieben, nur zwei Alleen sind erhalten, die zum Zentrum des ehemaligen Bauernhofs führten.
Tiefer im Park steht das vom Steinhauer Ģirts Burvis gestaltete Denkmal „Sarkanais pret brūno“ (Rot gegen braun) – zwei zerschnittene Steine mit eingravierten Zeiten der großen Schlachten.
Jetzt gibt es einen Freizeitort auf „Rumbas“, der von Soldaten der lettischen Armee gepflegt wird. An Gedenktagen treffen sich hier ehemalige Kämpfer und ihre Angehörigen, man sitzt am Lagerfeuer und unterhält sich.
Die Aa-Schlachten (Ziemassvētku kaujas), die zwischen 23. und 31. Dezember 1944 in der Nähe von Pienava, Džūkste und Lestene stattfanden, gehören zu den größten und tragischsten Schlachten, die auf dem Gebiet von Lettland ausgetragen wurden. Auf beiden Seiten der Front kämpften lettische Soldaten gegeneinander um Leben und Tod. Die meisten von ihnen wurden zwangsweise in die Armeen der kriegführenden Staaten einberufen: die 19. Division der lettischen Legionäre und die 21. Division der deutschen Luftwaffe auf der einen Seite und zehn sowjetische Divisionen, von denen zwei den 130. lettischen Schützenkorps bildeten, auf der anderen Seite. Die Aufgabe der Angreifer war es, die von den kurländischen Verteidigern befestigte Front zu durchbrechen und mit Panzern Ventspils einzunehmen.
Es war eine weitere tragische Seite in der lettischen Geschichte, als Letten gegen Letten wegen der Unterdrückung durch eine fremde Macht kämpften mussten. Zwischen August 1944 und Frühjahr 1945 wurden 57 422 Mann aus Livland und Lettgallen, die es geschafft haben, der Einberufung in die deutsche Armee auszuweichen, in die Rote Armee illegal mobilisiert und an die kurländische Front geschickt. Tausende fielen in Schlachten, wurden auf den Friedhöfen sowjetischer Soldaten begraben oder blieben im Wald liegen, unzählige Kämpfer wurden vermisst.
KontaktinformationenAutobahn Riga-Liepaja, "Rumba", Džūkste Gemeinde , Landkreis Tukums | |